Warum Golfplätze nun auf Mähroboter setzen
Produktfilm für Kress Roboter-Rasenmäher, Golfclub Brunstorf
Der Golfclub Brunstorf lässt seine 27 Golf-Löcher nicht mehr von schweren Aufsitzmähern pflegen, sondern von 13 Roboter-Rasenmähern der Firma Kress. Für den Kunden und für Kress hab ich den Produktfilm dazu gemacht, der zeigt, wie das funktioniert und warum. Zielgruppe: andere Golfplatz-Betreiber, Greenkeeper und Leute, die sich für Robotik im Außeneinsatz interessieren.
Herausforderung
Eine Million Quadratmeter Rasen jeden Tag auf Turnier-Niveau halten, und zwar leise, schonend und ohne dass nach einer Regennacht Fahrspuren über den Platz laufen. Klassische Benzin-Mäher leisten das nicht. Sie sind laut, hinterlassen Spuren, verdichten den Boden bei feuchtem Wetter, erzeugen auf Dauer Wellen im Rasen und brauchen Personal, das es in dieser Zahl ohnehin nicht mehr gibt.
Der Film musste dieses Dilemma verständlich machen, ohne in Technik-Prospekt-Ton zu fallen. Und er musste für zwei sehr unterschiedliche Zielgruppen gleichzeitig funktionieren. Den Platzbetreiber, der in Stunden und Euro denkt. Und den Technik-Affinen, der wissen will, wie das GPS-Mapping im Mäher eigentlich rechnet.
Meine Lösung
Ich hab den Film dynamisch geschnitten mit Interviews der Exprten unterlegt, nicht als Produkt-Feuerwerk. Golfer auf frisch gemähten Abschlägen, ein Greenkeeper im Gespräch, Drohnenaufnahmen, die zeigen, wie präzise die 21 Kilo schweren Geräte ihre Bahnen ziehen. Dazwischen Nahaufnahmen von Sensoren und Rädern, damit das Vertrauen in die Technik über das Bild entsteht, nicht über den Kommentar. Vorher-Nachher-Szenen machen den Unterschied zwischen manueller und robotergestützter Pflege sichtbar, ohne dass es nach Werbeversprechen klingt.
Ergebnis
Der Golfclub Brunstorf nutzt den Film inzwischen für die Kommunikation mit Mitgliedern und fürs eigene Marketing. Kress setzt ihn als Referenz bei anderen Golfanlagen ein. Nach dem Release gingen laut Kunden erste Anfragen bei Kress ein, von Plätzen, die sich für den Einstieg in die robotergestützte Pflege interessieren. Der Golfclub Brunstorf selbst ist aktuell der erste Platz in Norddeutschland, der so konsequent auf diese Technik setzt.
Was ich am Film am meisten mag: Er versucht gar nicht, die Roboter spektakulär aussehen zu lassen. Er zeigt, dass sie genau das Gegenteil sind, nämlich unspektakulär. Sie fahren einfach. Nachts und tagsüber. Und der Platz sieht am Morgen aus, als hätte jemand sehr lange und sehr sorgfältig gearbeitet. Was technisch stimmt, nur dass dieser Jemand aus Plastik ist.
Team
Postproduktion: Beryll Winkelmann @aurelmedien
Produktion, Kamera / DOP: Axel Decker
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