Arboristin Ruth Morell: Ein Portraitfilm für die HAVA Kassel
Für die HAVA Kassel – übrigens eine feine Versicherung, falls ihr in der „Grünen Branche“ tätig seid – durfte ich diesen Portraitfilm über die Arboristin Ruth Morell schneiden. Ein Projekt, das mir von der ersten Sichtung des Materials bis zum finalen Export besonders viel Freude bereitet hat und das am Ende sogar noch weitere spannende Folgeaufträge nach sich zog.
Über die Protagonistin Ruth Morell
Ruth ist eine unglaublich vielseitige und sympathische Persönlichkeit. Als Forstingenieurin, Waldpädagogin und Baumpflegerin verbindet sie in ihrem Arbeitsalltag gleich mehrere Tätigkeitsfelder, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen, in Wahrheit aber durch eine gemeinsame Leidenschaft zusammengehalten werden: die tiefe Faszination für Bäume und den Wald als Lebensraum. Wer Ruth einmal bei der Arbeit erlebt hat – sei es hoch oben in den Baumkronen, bei einer Waldführung mit Kindern oder im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen – spürt sofort, wie sehr sie in dem aufgeht, was sie tut.
Herausforderung:
Die zentrale Aufgabe dieses Films war es, Ruths vielfältige Beschäftigungsfelder, ihre Haltung zur Natur und ihr persönliches Anliegen in einem einzigen Portraitfilm unterzubringen – und das, ohne den Zuschauer zu überfordern oder einzelne Themen nur oberflächlich anzureißen. Ein Portraitfilm lebt davon, dass die porträtierte Person authentisch rüberkommt. Gleichzeitig sollte der Film auch als Imagefilm für die HAVA Kassel funktionieren, also ein breiteres Publikum ansprechen und die besondere Verbindung zwischen Versicherung und grüner Branche vermitteln.
Die Herausforderung bestand also darin, einen Spagat zwischen Nähe und Professionalität, zwischen persönlicher Geschichte und Markenkommunikation zu schaffen.
Meine Lösung:
Meine Kollegen Stefan Köster und Axel Decker brachten von zwei Drehtagen wirklich wundervolles Material mit. Vom stimmungsvollen Naturbild über dynamische Kletterszenen bis hin zu ruhigen Interviewpassagen war alles dabei, was ein Editor sich nur wünschen kann. Nach einigem Ausprobieren verschiedener Schnittfassungen und einer umfangreichen Musikrecherche – der richtige Soundtrack ist bei einem solchen Film oft mindestens so wichtig wie der Bildschnitt selbst – konnte ich eine schöne und dynamische Mischung aus Imagefilm und Portraitfilm montieren.
Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf dem Rhythmus: Ruhige, atmosphärische Passagen wechseln sich mit energiegeladenen Arbeitssequenzen ab, sodass der Zuschauer Ruths abwechslungsreichen Alltag regelrecht miterlebt. Natürlich folgte im Anschluss noch der Feinschliff auf Ton- und Bildebene – Color Grading, Sounddesign und Audio-Mastering – ebenfalls aus meiner Hand.
Ergebnis:
Auf das Endergebnis bin ich definitiv stolz. Ruths turbulenter Arbeitsalltag und ihre vielfältigen Beschäftigungsfelder kommen gut zur Geltung, ohne dass der Film dabei überladen wirkt. Das Feedback von Auftraggeber und Protagonistin war durchweg positiv. Besonders freut mich, dass aus diesem Projekt noch weitere Folgeaufträge im Social-Media-Bereich entstanden sind – aber dazu an anderer Stelle mehr.
Team:
Postproduktion: Beryll Winkelmann @aurelmedien
Produktion / Regie: Stefan Köster von Koestersbuero
Kamera / DOP: Axel Decker
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